Deutschlandradio Kultur, Profil, 22.07.2010, 10.50 Uhr

Porträt: Aram Bartholl

Wundern Sie sich bitte nicht, wenn Ihnen demnächst auf der Straße ein
Mann begegnet, der seinen eigenen Namen als Pappschild über dem Kopf trägt. Oder eine riesige rote Orientierungsmarke aus dem virtuellen Straßenverzeichnis "Google Maps" auf einem belebten Platz aufstellt. Es könnte der Medienkünstler Aram Bartholl sein. Der 37-jährige Berliner überträgt Symbole aus dem Internet in den realen Raum. Damit will er Verwirrung stiften und zum Nachdenken anregen.

Audiofile (7,5 MB), Länge: 6'
 

Deutschlandradio Kultur, Profil, 09.07.2010, 10.50 Uhr

Chor des Deutschen Bundestages

Bekannt ist der Deutsche Bundestag als Ort großer Reden und Wort-
gefechte – dass er auch ein Ort des Gesanges ist, wissen allerdings die Wenigsten. Im "Chor des Deutschen Bundestages" singen Mitarbeiter aus
der Verwaltung, Abgeordnete und Angestellte der Fraktionen gemeinsam und über alle Parteigrenzen hinweg. Traditionell treten sie vor der großen Sommerpause auf. Doch dieses Jahr galt es zuvor noch die Wahl des neuen Bundespräsidenten zu organisieren...

Audiofile (9,4 MB), Länge: 6'



Deutschlandradio Kultur, Profil, 08.07.2010, 10.50 Uhr

Porträt: Magdalena Kohler

Sie ist eine von acht Finalisten: Magdalena Kohler hat die Chance auf den Mode-Award für Nachwuchstalente "Designer for tomorrow". Der Preis gilt als Eintrittskarte in das professionelle Mode-Business, ist ein Karriere-Sprungbrett in der sonst eher harten und schwierigen Branche für Jung- designer. Bei der Berlin Fashion-Week darf die gebürtige Österreicherin ihre Mode vor internationalem Publikum zeigen. Was ihre Herren-Kollektion ausmacht, warum sie von der Goldschmiedin zur Modedesignerin wurde und wie sie sogar Töne auf Pullover strickt.

Audiofile (8,8  MB), Länge:6'



Deutschlandradio Kultur, Profil, 25.05.2010, 10.50 Uhr

Porträt: Melda Akbas

Sie ist gerade mal achtzehn, lebt als Deutsch-Türkin in Berlin und steckt mitten im Abiturstress: Trotzdem hat Melda Akbas schon ihr erstes Buch geschrieben. "So wie ich will", lautet der Titel. Darin will sie Vorurteile und Klischees ausräumen, einen authentischen Einblick in ein Leben geben, das zwischen Deutsch- und Türkischsein schwankt. Denn sie bezweifelt, dass viele Deutsche wissen, was es heißt, als Kinder von Gastarbeitern in Deutschland aufzuwachsen.

Audiofile (4,14 MB), Länge: 5'



Deutschlandfunk, Umwelt und Verbraucher, 29.04.2010, 11.45 Uhr

Das Blatt wenden
Schüler sollen mehr Recyclingpapier benutzen

Gut zweihundertfünfzig Kilogramm Papier verbraucht jeder Deutsche pro
Jahr. Nach Gebrauch kommt ein großer Teil davon ins Altpapier
doch mit dem Verkauf der Produkte daraus hapert es. Vor allem bei Schulheften ist
der Anteil extrem niedrig. Umweltschützer wollen das ändern.

Audiofile (3,35 MB), Länge: 5'15



Deutschlandradio Kultur, Neonlicht, 01.01.2010, 13.30 Uhr

Tape-Art
Das neue (K)lebegefühl


Graffiti, Ritzereien in Scheiben und mit Edding gekritzelte Schriftzüge – das reicht Street-Art-Künstlern in Berlin längst nicht mehr aus, um ihre Kunst auf die Straße zu bringen. Statt zur Spraydose greifen einige neuerdings zum Klebeband. „Tape-Art“ heißt der Trend, der beeindruckende Bilder auf Bürgersteigen, Straßen und Fassaden hervorbringt. Sogar aus Australien kommen Künstler an die Spree, um das neue „Klebegefühl“ mitzugestalten.

Audiofile (8,5 MB), Länge: 3'58



Deutschlandradio Kultur, Profil, 13.10.2009, 10.50 Uhr

Porträt: Kalliopi Lemos

Fast 4.000 Flüchtlinge ertrinken jedes Jahr bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Selten gelangen sie bis nach Deutschland, meist werden sie in Italien oder Griechenland abgefangen und bis zu ihrer Abschiebung in Lager gesteckt. Doch ihre  Boote haben es jetzt bis nach Berlin geschafft – in Form einer riesigen Holz-Installation am Brandenburger Tor. Mit ihr will die griechische Künstlerin Kalliopi Lemos die hier lebenden Menschen wachrütteln: Mit der jetzigen Flüchtlingspolitik der
EU kann es so nicht weitergehen.

Audiofile (6,5 MB), Länge: 5'40



Deutschlandradio Kultur, Profil, 30.07.2009, 10.50 Uhr

Porträt: Adam Tellmeister

Wenn die Schweizer am 1. August ihren Nationalfeiertag feiern, stößt ein Eidgenosse darauf mit seinem Glas im Exil an: Der Maler Adam Tellmeister lebt seit dreiundzwanzig Jahren in Berlin. Ohne Pass, ohne Konto, ohne Krankenversicherung. Und das freiwillig. Seit einiger Zeit erregen seine ungewöhnlichen Bilder und provokanten Performances die Aufmerksamkeit von Galerien, Museen und Medien. Denn sie gewähren einen kritischen Blick hinter die Fassade der Alpen-Idylle.

Audiofile (8,88 MB), Länge: 6'45



Deutschlandradio Kultur, Neonlicht, 03.05.2009, 13.30 Uhr

Krisen-Fest
Die gute Seite des Abschwungs

„No Sales“ – „keine Verkäufe“, jammern viele Galeristen und Künstler wegen der Finanzkrise. Doch vor allem junge Kunstschaffende können den schlechten Zeiten auch Gutes abgewinnen. Denn der Nachwuchs findet plötzlich Aufmerksamkeit, weil die großen Namen für viele Sammler zu teuer geworden sind. Ob der augenzwinkernde „Billion-Dollar-Song“ oder die kapitalismuskritische Licht-Installation: So mancher Kreative lässt sich von den Krisenzeiten bereits inspirieren. Welche skurrilen Kunstwerke die Krise hervorbringt.

Audiofile (2,14 MB), Beitragslänge: 4'30



Deutschlandradio Kultur, Profil, 14.04.2009, 10.50 Uhr

Porträt: Serdar Somuncu

Wenn der Kabarettist Serdar Somuncu seine Pointen abfeuert, muss er schon mal eine schusssichere Weste tragen. Denn der Düsseldorfer mit türkischen Wurzeln sprengt Erwartungen und bricht Tabus. Wenn er aus Hitlers Buch „Mein Kampf“ liest, stürmen sogar Neonazis die Bühne. Auch
sein aktuelles Programm „Der Hassprediger“ verspricht eine gehörige Por-
tion Provokation.

Audiofile (2,5 MB), Beitragslänge: 5'30


Deutschlandfunk, Corso - Kultur nach 3, 02.02.2009, 15 Uhr

Der Hassprediger
Serdar Somuncus neues Programm

„Der Hassprediger – ein demagogischer Blindtest“ – so heißt das neue Programm von Serdar Somuncu. Am Sonntag feierte es in Berlin Premiere. Der Kabarettist mit türkischen Wurzeln zitiert in seiner Show berühmte Demagogen der Weltgeschichte – ohne deren Namen zu nennen. Von Osama bin Laden bis zur NPD. So will er zeigen, wie Demagogie auch 2009 noch allgegenwärtig ist. Jahrelang las er in früheren Programmen aus Hitlers „Mein Kampf“, musste bei Auftritten sogar eine schusssichere Weste tragen und erhielt auf der Bühne Besuch von Neonazis.

Audiofile (2,3 MB), Beitragslänge: 4'16


rbb-Kulturradio, 27.06.2008, 6.10 Uhr und 15.45 Uhr

Eine Blinde, die malt
Das Porträt: Silja Korn

Silja Korn malt und fotografiert – an sich nichts Außergewöhnliches, wäre
da nicht ein besonderes Detail: Silja Korn ist blind. Bei einem schweren Autounfall verlor sie als Jugendliche das Augenlicht. Ein Schicksalsschlag, der sie nicht vom Kunst machen abhielt. Auf einer Internetseite für Künstler mit Behinderung stellt sie ihre Bilder aus. Erstmalig zeigt sie ihre Werke nun auch in einer realen Ausstellung und beweist damit: Kunst kennt keine Behinderung.

Audiofile (4,2 MB), Beitragslänge: 4'00


rbb-Inforadio, 9.06.2008, 15.55 Uhr

Ein Häppchen Kultur
Kunstgenuss in der Mittagspause

Mal eben in der Mittagspause ins klassische Konzert oder in die Aus-
stellung – mit diesem Konzept aus London und Paris wollen auch Berliner Kulturorte Geschäftsleute auf den Geschmack bringen. Doch die Verbin-
dung von Kunst und Kulinarischem geht nicht überall auf. Welche Zutaten nötig sind, um das arbeitende Volk mittags ins Museum oder in die Philharmonie zu kriegen – Jörg Oberwittler hat dem nachgespürt.

Audiofile groß (6,2 MB), Beitragslänge: 3'30